Plastik-Mülltrennung: Fehler & Tipps

Richtiges Mülltrennen ist einfach: Die 3 größten Fehler und einfache Tipps,
wie du Plastikmüll ab sofort nie mehr in die falsche Tonne wirfst.

Hast du dir auch schon einmal die Frage gestellt: Warum soll ich überhaupt Mülltrennen? Oder bist du auch schon öfters ratlos vor dem Mülleimer gestanden – unsicher in welche Tonne der Abfall eigentlich gehört? In folgendem Beitrag erhältst du Antworten auf diese Fragen.

Warum die Trennung von Plastikmüll so wichtig ist

Hast du gewusst, dass rund die Hälfte des Plastikmülls einfach verbrannt wird?

Aber das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass rund die Hälfte des weggeworfenen Kunststoffes wiederverwertet wird: Aus Verpackungen entstehen wieder Verpackungen, aus Flaschen werden wieder Flaschen oder andere Kunststoffprodukte. (Quelle: BMLFUW)

Mit jedem 1 Kilogramm Kunststoff, das wir richtig trennen und nicht in den Restmüll werfen, können wir rund 1,26 Kilogramm CO2 sparen. (Quelle: ​Gruener-Punkt.de)

Quellen:
https://www.bmlfuw.gv.at/greentec/abfall-ressourcen/abfalltrennung-entsorgung/Abfallmanagement.html
https://www.gruener-punkt.de/de/kunststoffrecycling-gelber-sack.html
https://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/beratung/muelltrennung/


Die 3 größten Fehler beim Plastikmüll-Trennen
und wie du sie ganz einfach vermeidest

Fehler 1: „Tiefkühl-Kartons gebe ich ins Altpapier​“

Häufig werden Kartons von Tiefkühl-Pizzen und anderen Fertiggerichten einfach ins Altpapier geworfen - mit dem Glauben, diese Verpackungen wären normale Kartons.
Es stimmt, dass Karton zu Altpapier gehört, aber kein „beschichteter Karton“. Tiefkühl-Kartons (für Tiefkühl-Pizzen & Co.) und Tetrapacks (für Milch usw.) sind allerdings meistens mit Kunststoff und/oder Metall beschichtet.

Deshalb gehören beschichtete Kartons niemals ins Altpapier, sondern meistens* in die gelbe Tonne (oder in den Restmüll).

*Ausnahmen: Für Getränkekartons gibt es auch die Öko-Box. Wenn auf dem Tiefkühl-Karton die Aufschrift „zum Altpapier“ steht, gehört es zum Altpapier. Es gibt einige regionale Unterschiede.

Fehler 2: „Plastik-Dinge gebe ich in die gelbe (Plastik-)Tonne“

Unzählige Menschen werfen Zahnbürsten, Dokumentenhüllen, CD-Hüllen, Stifte und sonstige Dinge aus Kunststoff einfach in die gelbe (Kunststoff-)Tonne.

Was die meisten aber nicht wissen. Alle „Plastik-Dinge“, die keine Verpackung sind – gehören NICHT in die gelbe Tonne, sondern in den Restmüll ​(Quelle: BMLFUW).


Fehler 3: „Ich wasche Plastik-Becher ganz sauber aus bevor ich sie zum Kunststoff-Müll gebe“

Viele reinigen Kunststoff-Verpackungen wie Joghurtbecher gründlich mit Spülmittel und heißem Wasser, bevor sie sie diese in die gelbe (Kunststoff-)Tonne werfen.

Es stimmt, dass stark verschmutzte Verpackungen nicht in die gelbe Tonne gehören. Doch der Kunststoff muss auch nicht hygienisch sauber sein. Laut dem Bundesministerium reicht es, wenn die Verpackung „leer“ („tropffrei, pinselrein, spachtelrein“) ist, weil sie ohnehin vor dem Recycling noch einmal gewaschen werden.

Also nicht unnötig Wasser und Spülmittel für eine gründliche Reinigung verschwenden, sondern maximal kurz ausspülen - und auch keinesfalls die Kunststoff-Verpackung in den Restmüll werfen, sondern einfach rein in die gelbe (Kunststoff-)Tonne.